16 Mai, 2012

Chanel Fashion Show 2012/13


Seriously...I love them all!
Especially the setting is dreamy and embodies the collection very well.
Versailles is royal. So have a look to Karl´s royal clothes!

         

30 April, 2012

Summer is calling

          
                              So ihr Lieben, nach langer Blog-Abstinenz melde ich mich zurück!
               Schließlich steht der Sommer schon direkt vor der Tür und meine Prüfungen sind vorbei!
               Die Koffer sind jetzt jederzeit startklar und die Kamera im Gepäck. Ich hoffe ihr genießt das
               Wetter und holt die Sommerklamotten aus dem Schrank. Kleid: naketano ca. 70 Euro :)

02 April, 2012

weil es schrecklich ist...und erschreckend berührend.


Die letzten Worte, die ich zu Lejla gesagt habe, waren "te dua". Das ist albanisch und bedeutet "ich liebe dich". Wir haben uns immer mit diesen Worten voneinander verabschiedet, auch wenn klar war, dass wir uns nur kurz nicht sehen würden. So war das auch an diesem Tag auf Utøya. Ich wollte vom Campingplatz zu, Gemeinschaftshaus hochlaufen, um zu fragen, ob es was neues aus Oslo gibt. Lejla wollte im Zelt bleiben. "Ich bin in zehn Minuten wieder hier", hatte ich versprochen. Das war das letzte Mal, dass ich sie sah.

Sie war die beste Freundin, die ich je hatte. Wir haben nur Brüder und hätten so gerne eine Schwester gehabt. Also waren wir wie Schwestern füreinander. Ich sollte die Patentante werden für ihre Kinder und sie die für meine. Wir wollten nach der Schule zusammen nach Oslo gehen und dort zusammen in einer WG leben. Sie wäre eine tolle Politikerin geworden, ich wollte Eventplanerin werden. Und dann ihre Hochzeit ausrichten. Nur ich kannte ihre Ringgröße. Und weil dann auch ihre Verwandten aus Albanien gekommen wären, hätte ich albanisch gelernt. Ich wollte die Hochzeitsrede zweisprachig halten. Es gäbe so viel zu sagen über Lejla.
Als ich an diesem Tag auf Utøya unser Zelt verließ, wusste ich, wie mein Leben weitergehen würde. Jetzt weiß ich gar nichts mehr. Die meiste Zeit lebe ich einfach so wie vorher. In diesen Stunden weiß ich nicht, dass Lejla tot ist und dass all die anderen tot sind. 69 sind gestorben. 22 kannte ich gut, und 17 waren Freunde von mir. Leute, die ich mehrmals die Woche gesehen habe. Das kann man nicht 24 Stunden im Bewusstsein haben. Das erträgt man nicht. Manchmal fällt es mir ein, dann fühlt es sich an, als schlüge mir jemand mit der Faust auf den Kehlkopf. Ich kriege keine Luft und weine, bis ich nicht mehr weinen kann.
Als ich oben im Haus war und jemanden gesucht habe, der mir Auskunft geben kann, kam er. Ich hörte draußen Schüsse. Also habe ich mir ein Versteck im Haus gesucht. Ich lief in die Küche und setzte mich in den Kühlschrank. Aber dann dachte ich, wenn er alle töten will, dann guckt er auch in den Kühlschrank. Da guckt man als Killer doch nach, oder? Und wenn ich dann da sitze, wenn er die Tür aufmacht, kann er mich ganz einfach erschießen. Deshalb bin ich raus aus dem Kühlschrank, ganz leise. Das Gefühl, durch ein Haus zu schleichen, in dem ein KIller ist, aber man weiß nicht, wo genau er ist - das ist genau so, wie wenn man solche Szenen in Filmen sieht, wenn der Hauptdarsteller irgendwo steht und man als Zuschauer weiß, dass in der nächsten Einstellung der Mörder auftaucht. Vielleicht hinter ihm, vielleicht draußen vor dem Fenster, vielleicht kriecht er unter dem Bett hervor. In echt ist das noch Millionen Male schlimmer.
Dieses Abwarten, dieses Lauschen, wo er ist, woher die Schreie kommen, das war zu heftig. Da bin ich eindach gerannt, ohne mich umzuschauen, so schnell ich konnte. Aus der Hintertür raus, in den Wald, runter zum Wasser. Dort habe ich mich versteckt. Dann fiel mir ein, dass es gleich in der Nähe eine Art Bucht gibt, zu der man nur schwimmend hinkommt, weil es über Land zu felsig ist. Also habe ich meine Jogginghose ausgezogen und meine zwei Paar Wollsocken, habe mein iPhone in den Mund genommen und bin geschwommen. Als ich ankam, waren da noch ein paar andere. Wir haben uns umklammert, gewärmt und getröstet. Wir konnten sehen, dass überall am Wasser und unter den Klippen Leute kauerten. Und im Wasser waren welche und versuchten von der Insel wegzuschwimmen. Die hat er als Erstes erschossen, als er aus dem Wald kam. Daraufhin ist er zum Wasser gegangen und hat die erschossen, die unter den Klippen waren. Und dann hat er uns gesehen, in der Bucht. Er hat angelegt, und ich dachte, wenn er ein guter Schütze ist, kann er uns auch auf die Entfernung treffen. Also bin ich ins Wasser gesprungen und geschwommen. Unter Wasser. Über Wasser waren Schüsse. Ich bin im Zickzack getaucht, damit er nicht weiß, wo ich bin. Es war so kalt, und meine Beine waren müde. Mein Sweatshirt wurde schwer. Und ich brauchte wieder Luft. Als ich über Wasser kam, hat er auf mich gezielt. Sofort bin ich wieder untergetaucht, aber ich hatte zu viel Angst zum schwimmen. Ich lag einfach still unter Wasser. Dann wurde es plötzlich völlig  ruhig. Als ich wieder aufgetaucht bin, sah ich, dass er weg war. Um mich herum trieben meine Freunde tot im Wasser. Nur ich war am Leben. Aber ich hatte keine Kraft mehr und bin immer wieder untergegangen.
Als Nächstes erinnere ich mich daran, dass ein Mädchen mich anstupst und dann ein Mann nach mir greift und mich in sein Fischerboot zieht. Die anderen erklärten mir, dass der Mann, der uns alle gerettet hat, ein Deutscher ist. Ich kann nur einen Satz auf Deutsch: "Ich liebe dich." Also sagte ich das.
Ich bin so glücklich, weil ich es geschafft habe. Weil ich noch lebe. Lejla hatte keine Chance. Ich habe ein  paar Tage später erfahren, wie sie starb. Freunde, die dabei waren, haben es mir erzählt. Als der Killer auf den Campingplatz kam, waren alle dort völlig ahnungslos. Lejla dachte wahrscheinlich, er sein ein richtiger Polizist, sie muss aus dem Zelt gekrochen und auf ihn zugelaufen sein, um ihn zu fragen, was in Oslo los ist. Er hat wohl ganz ruhig gewartet, bis sie genau vor ihm stand, dann hat er die Waffe gehoben, auf ihren Kopf gezielt und abgedrückt. Sie ist auf die Knie gesackt und dann umgefallen."

- Auszug aus der Zeitschrift NEON, Dezember 2011

18 März, 2012

Get it and read it


Produktinformation
Broschiert: 205 Seiten
Verlag: http://www.unsichtbar-verlag.de/
Erscheinungsdatum: November 2011
ISBN-10: 3942920042
ISBN-13: 978-3942920049
Preis: 9,99 €


Kurzbeschreibung
Zugegeben: Studieren ist anstrengend und gar nicht sexy.Wie gut, dass es Semesterferien und den Sommer gibt! Denn dann ist die Zeit, Referate, Seminare und langweilige Hausarbeiten zu vergessen und sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Auch die Freunde Platon und Jim stürzen sich kopfüber in die vorlesungsfreie Zeit und genießen in vollen Zügen, was diese ihnen zu bieten hat:
Einen besten Freund, der Selbstmordgedanken hegt, einen Nebenjob, der einen die Würde kostet und natürlich das quälende Gefühl, wirklich alles im Leben falsch gemacht zu haben. Aber dafür sind Ferien schließlich gemacht, oder?







Meine Rezension:
Semesterferien. Dieses Wort prangte rot unterlegt auf dem Cover, als ich das Buch "Semesterferien" von Christoph Strasser auf http://www.bloggdeinbuch.de entdeckte. 
Bereits zu diesem Zeitpunkt, hatte ich so viele Assoziationen bezüglich des Titels in mir gesammelt, die es mir unmöglich machten, dieses Buch nicht zu lesen.
Die beiden Protagonisten des Buches Jim und Platon, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben derzeit Semesterferien. Ihr Zeitvertreib besteht im Wesentlichen darin, die Nacht zum Tag zu machen, indem sie nächtelang feiern gehen. Lakai (eigentlich Christian), ein guter Freund der beiden, brach sein Studium (vermutlich aus finanzieller Not heraus) ab, um sich jetzt gezwungenermaßen sein Geld mit Kellnern zu verdienen. Doch wirklich glücklich scheint er damit nicht, auch wenn er vorgibt alles im Griff zu haben.
 Alles im Griff hat auch Platon nicht immer, der sein Germanistik und Politikstudium damit finanziert, in einer Tierhandlung zu arbeiten. Sein Markenzeichen, das Notizbuch, in das er selbstgeschriebene Gedichte schreibt, drückt seine sensible und kreative Seite aus. Völlig gegensätzlich dazu, besteht sein Makel darin, Frust und Ärger darin Ausdruck zu verleihen, indem er Neonazis und Hooligans auf eine unschöne Art  verprügelt.  Leider verliert er im Laufe des Buches seinen Nebenjob, was ihn dazu veranlasst, sich bei einem Call-Center zu bewerben. Dies führt zu einigen witzigen Stellen im Buch, wo wirklich jeder herzhaft lachen kann.
Jim (Spitzname von Timo - fragt mich nicht was das mit den Spitznamen soll?!) , über den man im Buch leider nicht ganz so viel erfährt, ist eher der entspannte Typ. Zudem könnte man ihn als Überlebenskünstler bezeichnen, der die drei Freunde irgendwo zusammenhält. Im Gegensatz zu den andern beiden, scheint er keine großen Geldsorgen zu haben.
Das Zusammenspiel  dieser drei Charaktere, macht das Buch wirklich sehr interessant, wobei die vielen Verflechtungen und Beschreibungen der einzelnen Tagesabläufe anfangs Verwirrung stiften. Doch wird schnell klar, worauf der Autor in diesem Buch abzielt: Eine Kritik des Bildungssystemes und ihrer "angeblichen Chancengleichheit", sowie die Verwandlung eines einst glücklichen Menschen, in tiefe Depression. 

Fazit:  Ein gut geschriebenes Buch, dass meiner Meinung nach, aber etwas zu unstrukturiert ist. Wer sich davon nicht ablenken lässt, wird sich aber dennoch am Humor des Autors erfreuen können! Diesen lässt er nämlich immer wieder, in unverfehlbar ehrliche Beschreibungen der Realität einfließen.

Bestellen könnt ihr das Buch unter:

Viel Spaß beim Lesen! 
Simone ♥